Festung Rosenberg in neuem Glanz

Noch schöner, weithin sichtbar, ökologisch sinnvoll und innovativ: Der Lions Club Kronach Festung Rosenberg sorgt dafür, dass seine Namenspatronin im neuen Licht erstrahlt. Das bundesweit einzigartige Projekt soll die Attraktivität des Kronacher Wahrzeichens nachhaltig steigern.

Bild: Dr. Otmar Fugmann - www.flugmann.deKronach. Die Kronacher Festung Rosenberg strahlt ab sofort in sanftem, weißen Licht. Burgfried, Kernburg und Bastionen werden durch 37 LED-Strahler sowie verschiedene Bodenstrahler angeleuchtet und unterstreichen die malerische Architektur des Kronacher Wahrzeichens. Die Illumination der Festung ist das „I-Tüpfelchen“ des bereits umgesetzten Licht-Masterplans der Stadt Kronach. Realisiert werden konnte das Vorhaben letztlich durch das Engagement des Lions Clubs Kronach Festung Rosenberg, der hierfür einen erheblichen finanziellen Zuschuss leistete. Für die Konzeption und Umsetzung ist der Bamberger Lichtplaner Harald Quinger verantwortlich, dessen Büro auch den Licht-Masterplan erarbeitet hat.

Bild: Dr. Otmar Fugmann - www.flugmann.deDie Idee wurde bereits 2010 von den Gründungsmitgliedern des Lions Clubs Kronach Festung Rosenberg, Till Wagler, Roland Raithel und Claus Mark, geboren. „In Zeiten der Wirtschaftskrise wollten wir ein Zeichen der Hoffnung setzen“, unterstrich Lion Roland Raithel. Jetzt erfolgte im Beisein von stellvertretendem Landrat Gerhard Wunder, Kronachs Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, der zweiten Bürgermeisterin Angela Hofmann, Geschäftsleiter Stefan Wicklein, Tourismus-Chefin Kerstin Löw, dem Lichtplaner Harald Quinger und Mitgliedern des Lions-Clubs mit dem Präsidenten Fritz Leiss, die offizielle Inbetriebnahme. „Dieses Gemeinschaftsprojekt von Lions-Club und Stadt trägt dazu bei, dass wir die ,Perle‘ unserer Stadt noch besser vermarkten können. Das ist das, was auch der Stadtrat von uns fordert. Ich freue mich sehr, dass unsere Festung nun im neuen Glanz strahlt“, so Wolfgang Beiergrößlein.

Roland Raithel erläuterte die Hintergründe des Projektes: „Die Festung ist Namensgeber unseres 2010 gegründeten Clubs. Da liegt es nahe, dass wir uns um dieses einzigartige Bauwerk kümmern.“ Raithel weiter: „Licht ist Leben. Licht trägt entscheidend zur Lebensqualität bei. Wo es hell ist, da mag man sich aufhalten. Es motiviert Menschen, es hebt die Stimmung, tut der Seele gut, es steigert die Initiative. Darüber hinaus stärkt die Beleuchtung nicht nur die Attraktivität der Festung, sondern der gesamten Stadt und der Region – für die Bewohner, aber auch für Besucher. Die Festung ist attraktiver Ausgangspunkt für die touristische Erkundung der Region. Sie spielt die ,erste Geige‘ im Konzert der Sehenswürdigkeiten hier in Kronach. Wenn wir diesen Anziehungspunkt ins rechte Licht rücken, kann der gesamte Wirtschaftsstandort Landkreis Kronach davon profitieren – denn mehr Touristen und wiederkehrende Besucher beleben auch die Wirtschaft.“

Lichtplaner Harald Quinger erläuterte das technische Konzept: „Wir verwenden die derzeit innovativste Lichtanlage, die es auf dem Markt gibt. Obwohl wir jetzt, im Vergleich zur bisherigen Beleuchtung, nahezu doppelt so viele Strahler eingesetzt haben, können wir den Energieverbrauch um 47 Prozent verringern. Wir werden 2.200 Euro an jährlichen Stromkosten und 6.000 Tonnen an CO2 einsparen. Damit ist das Projekt nicht nur lichtarchitektonisch, sondern auch wirtschaftlich und ökologisch beispielgebend.“ Quinger unterstrich, dass es nicht darum gegangen sei, eine möglichst hohe Helligkeit zu erzielen. Vielmehr sei das Ziel gewesen, die Architektur zu akzentuieren und Licht zu schaffen, das zum Flanieren und Verweilen einlädt. Programmiert sei eine weiße Dauerbeleuchtung. Jeder Strahler sei aber per Knopfdruck in der Lage, das komplette Farbspektrum widerzugeben. „Bei besonderen Events, wie den Faust-Festspielen, ist es denkbar zu variieren und die Festung beispielsweise in Rot anzustrahlen.“

Raithel: „Nur dadurch, dass vom Lions Club Kronach Festung Rosenberg 23.000 Euro zu dem Projekt beigesteuert wurden, konnten mehrere Fördertöpfe angezapft und so eine Bezuschussung von mehr als 150.000 Euro gehebelt werden.“

Text: Sabine Raithel
Bilder mit freundlicher Genehmigung von Dr. Otmar Fugmann – www.flugmann.de

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